Wanderung vom 25. – 29.07.2004 im Lechquellengebirge

Der Treffpunkt unserer ersten Frauenwanderung war der Bahnhof in Bludenz/Österreich, direkt gegenüber von Milka. Nina, Anja, Anke und ich kennen uns vom gemeinsamen Studium in Wiesbaden; Britta, Ulli und Mareike studieren zusammen in Freiburg – Anknüpfungspunkt war die Freundschaft von Nina und Britta, die schon zweimal davor begeistert Wandern waren und nun mehr Mädels mit dabei haben wollten. Mit Passbildern ausgerüstet haben wir uns schon im Zug gesucht und gefunden:)

In mehreren Autofuhren ging es zur Talstation der Muttersbergseilbahn – nachdem Anja, Nina und Anke ihr Klettergeschirr vom Klettersteig am Vortag in Anjas Punto verstaut hatten – und schließlich hoch auf 1400m zur Bergstation. Von dort erreichten wir nach den ersten 300 Höhenmetern unser erstes Schlafquartier, die Frassenhütte (1???m). Bis auf ein paar Männer waren wir alleine in der Hütte und genossen ein gutes Abendessen und einen wunderschönen Sonnenuntergang – wenn es auch ziemlich frisch war und wir uns wärmen mussten, mit "Strümpfen bis unter den Bauchnabel ziehen".

frassen

Am nächsten Morgen führte uns der Weg leicht bergab durch einen Wald wie aus dem Märchenbuch, vorbei an Tannen und den Sieben Zwergen bis zum Tiefenseesattel (1562m). Dann nach kurzer Rast in einer Käsealpe hoch zur Gamsfreiheit, vorbei an vielen Kühen und Kuhfladen. Etliche Fotos weiter erreichten wir schließlich das zugige Gipfelkreuz (2211m) und verewigten uns auch stolz im Gilpelbuch. Dann ging es wieder bergab und wir machten auch das erste Mal Rast. Das Speisenangebot sollte sich von Tour zu Tour noch steigern. Weiter ging es bergab und nach einem kurzen Verlust von Anke und Mareike legten wir nochmals eine Rast an der "Staubsaugerhütte" ein (das erste Mal kommen auch die legendären Köllnflocken-Haferkekse zum Einsatz). Mit Erschrecken stellen wir fest, dass wir zu unserer Zielhütte noch etwa 3 1/2 Stunden Gehzeit vor uns haben. Zunächst geht es wieder steil nach oben auf den Grat, über Geröll- und Schneefelder und dann wieder hinab, am Formarinsee entlang. Nun wurde es wieder grüner und zu den niedrigen Temperaturen kam auch noch Regen hinzu. Schon eine Stunde vor Ankunft, können wir die Freiburger Hütte (1918m) sehen. Erschöft und durchnässt kommen wir schließlich nach 9 1/2 Stunden an und werden schon von den Männern der lezten Hütte vermisst. An diesem Abend verspeisen wir zu sechst 8 Portionen Schinkennüdeli, Anja ißt Rekordportionen – Uli liegt mit Fieber im Bettenlager, da ihre noch nicht ganz auskurierte Erkältung zurückgekehrt ist. In dieser Nacht liegen wir in einem Durchgangszimmer, mit einer kotzenden Frau, die Britta den Schlaf kostet und Mountainbikern, die die Luft um uns herum verpesten.

freiburger

Am nächsten Morgen komme ich die Treppen nicht mehr hoch und nicht mehr runter – die Knie machen mir nach der Gewalttour mächtig zu schaffen, der folgende Tag wird eher locker. Uli müssen wir kurz nach dem Formarinsee leider an einer Bushaltestelle zurücklassen – sie muss die Wanderung leider abbrechen, verspricht aber das nächste Mal wieder dabei zu sein. Weiter geht es an einem Bach entlang, über Brücken und einem Picknick in der Sonne. Nachdem wir eine Kuh "eingefangen" und umgeleitet haben, kommen wir wieder an einer Käsealpe (Formarinalpe) vorbei und stärken uns zwischen Hühnern und Katzen mit frischer Milch. Auf den letzten Metern einer sehr erholsamen, flachen Etappe, geht es vorbei am Spullersee aufwärts zur Ravensburger Hütte (1947m) – im Lager schlafen wir wie die Ölsardinen.

ravensburger

Am darauffolgenden Tag wandern wir, zunächst am Fahrweg entlang (Schattenbild), durch eine specktakuläre Schlucht hinunter ins Tal. Nach einigen Portraits und Gruppenbildern in Blumenfeldern erreichen wir schließlich Klösterle. Das Wetter ist prächtig, wir picknicken und laufen dann mit der Sonne an einem Bach entlang nach Langen. Nach einem Irrweg auf Hauptverkehrsstraße, Bahnhof und Baustellen und einem Abstecher in der Touri-Info Langen finden wir endlich den Aufstieg zu unserer nächsten Hütte. Satte 1000 Höhenmeter geht es nach oben: Fotos … Alpe, Wasserfälle … Fotos … Gräser, ähnlich Teepflanzen (so könnte Sri Lanka sein :)) … Fotos … großer Wasserfall in der Ferne … Heidekraut bishin zur Pferdewiese. Hier machen wir kurz vor Ankunft in der Kaltenberghütte (2089m) noch mal so richtig schön Pause in der Sonne mit Backpflaumen von Anke. Um uns herum lauter Pferde – voneweg Anja mit Pferdeangst und Sonnenstich. Ein Traum von Hütte und Abendessen: Blumenkohlsuppe aus Suppenschüssel, Rehbraten mit Klösen und Birne Helene – das ist ein Abschiedsessen. Am Ende gibt es einen Schnaps für Melanie, der ihr heute noch vorgehalten wird, gell Nina :)
Mit einem phänomenalen Sonnenuntergang, vor einer Kulisse aus Pferden und Bergsee endet der letzte Abend.

kaltenberg

Am letzten Tag steigen wir nach Flechtfrisuren und Katzenverabschiedung parallel zum Berg leicht ab, machen die letzten Kuhfotos als Bildschirmhintergrund und nehmen Kuhgebimmel auf Anjas Handy auf, die Erinnerung muss ja schließlich für ein Jahr reichen! Vorbei an einem Skilift laufen wir einen Wiesen-Ziehweg ins Tal, graben für Anjas Mama Bergmargariten aus und kommen nach dem Passieren einer Zwiebelturm-Kirch schließlich an eine Bushaltestelle. Mit dem Bus gehts zum Bahnhof Langen. Nah einem letzten Picknick auf dem Bahngleis verabschieden wir uns von Britta und Mareike, die zurück nach Freiburg fahren. Am Ende von 5 wunderbaren Tagen sind wir uns alle einig – das war erst der Auftakt!

Nina, Anja, Anke und ich lassen uns in Bludenz den Milka-Fabikverkauf nicht entgehen und starten dann unsere Fahrt in Anjas Auto in Richtung Ulm. Hier verbingen wir noch einen Tag und besteigen auch unseren letzten Gipfel – das Ulmer Münster (161,53m). Schön war's!

> Melanie
ninac - 4. Sep, 14:29

Juhu

Hallo Melanie, das sieht ja schon mal super aus. Da warst du ja fleissig. Gruß Nina

bergziegen - 6. Sep, 14:03

Hallo Nina!

Wie Du siehst ist die erste Wanderung schon beschrieben – an die zweite möchte ich mich heute Abend mal machen. Unsere aktuelle Wanderung habe ich schon mal im Zug mit Judy und Anja Revue passieren lassen, so richtig konnten wir uns aber an die geografischen Details nicht mehr erinnern. Meinst Du, Du könntest mir Deine Erinnerungen kurz stichwortartig aufschreiben? Das wäre mir eine enorme Hilfe!!!

Schön, dass Du schon mal reingeschaut hast,
Melanie

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