Touren

Montag, 4. Februar 2008

Wandertour 2008

Hallo Zusammen,
das neue Jahr hat begonnen und unsere Weltreisenden sind wieder zurück und deshalb möchte ich mal die Terminfindungsdiskussion für unsere Bergtour 2008 beginnen. Ich schlage einfach mal 1. bis 6. Juli vor, denn es ist soweit ich weiss, keiner mehr von den Semesterferien abhänig. Oder doch?!?
Das letzte mal waren wir ja relativ niedrig ("Sieht ja aus wie der Schwarzwald") unterwegs und wollen diesen Sommer höher hinaus. Deshalb schlage ich vor in diesem Jahr die Glarner Alpen in der Schweiz zu bewandern, die sind südlich vom Walensee und westlich von unserer Schesaplana/Lichtenstein Tour. Da können wir uns in Höhen über 2000m bewegen und haben ringsum Berge bis zu 3614m (Tödi) stehen. Es wird also etwas schroffer und alpiner als letztes Jahr.
Dann schreibt mal was ihr von den Termin haltet, und macht bei Bedarf Gegenvorschläge.
Es grüßt Eure Kartenziege

Samstag, 9. September 2006

Wanderung im Kleinwalsertal (26.– 30.08.2006) – Allgäuer Alpen

Auch 2006 gibt es wieder eine Frauenwanderung. Diesmal in leicht veränderter Konstellation: Juliane war nicht dabei, dafür konnten wir aber Judy für unsere Gruppe gewinnen, wir waren also wieder zu neunt unterwegs. Der Wandertermin lag ganz schön spät – dafür, dass wir im letzten Jahr Anfang August schon Schnee hatten – war aber aufgrund unserer Studentinnen nicht anders möglich :)

Ich fange jetzt einfach mal an, ein wenig zu beschreiben – hoffe aber, ich bekomme von Euch noch ein paar Erinnerungen, da es gar nicht so einfach ist, alleine zu rekonstruieren:

Treffpunkt war diesmal der Bahnhof in Obersdorf. Nina und Anke, die von den Bergen ja nicht genug kriegen können, haben sich schon einen Tag früher getroffen und zusammen einen Klettersteig gemacht. Als wir uns mittags um vier trafen, hatten die zwei gerade ein Päckchen mit ihrem Klettergeschirr in Richtung Heimat aufgegeben und Anke schon die ersten überflüssigen Kleider mit dazugepackt. Mit dem Bus fuhren wir zusammen zur Talstation der Fellhornbahn und nachdem wir (mit ein paar Enthaltungen) beschlossen hatten den ersten Aufstieg komplett selbstständig zu übernehmen, liefen wir die ersten 500m nach oben. Auf 1519m erwartete uns das Kanzelwandhaus (Deutschland) – obwohl, von erwarten kann man eigentlich nicht reden. Die Naturfreunde-Herberge wurde gerade renoviert und wir konnten nur Bohrmaschinen hören. Nach Klingeln und Klopfen empfingen uns erstaunte Gesichter, die trotz telefonischer Voranmeldung nicht so richtig damit gerechnet hatten, dass noch Übernachtungsgäste kommen (O-ton: "Wir wollten gerade runter zum Essen fahren."). Gerade noch mal Glück gehabt! Schließlich bekamen wir doch noch lauwarme Käsespätzle mit Sandsalat (die Geste zählt) und ein Bett mit lustigen Jugendherbergsweisheiten. An diesem Abend packt Anke auch zum ersten Mal die Mundorgel Ihrer Mama aus, von deren Highlights sie uns fleißig Kopien gemacht hat. Danke, Anke!

kanzelwand

Bei (Dauer-)Regen erreichten wir die Fiderepaßhütte (Österreich) – upps, das ging aber schnell! Ich glaube hier brauche ich Eure Hilfe, irgendwie kann ich mich nur noch an Regen erinnern!!!

alpenverein

fiderepass

Schön vom Frühstückstisch aus hatte man freien Blick auf das Geröllfeld, über das wir hinaufsteigen müssen – bei dem Gedanken ist mir gar nicht so wohl. So schlimm war es dann doch nicht, nur anstrengend – der Ausblick belohnt! Von hier aus gehts wieder bergab und bei beschwingten Melodien und sehr unterschiedlichem Tempo bis zur Mindelheimer Hütte (2.058m) – für andere Wanderer ist das eine Tagesetappe, wie wir in der nächsten Hütte erfahren, für unsere (von Britta und Ulli angeführte) "Sportwandergruppe" aber nur eine Zwischenetappe, an der es sich kaum lohnt anzuhalten ;) Judy und ich kamen dann kurz vor unserem Tagesziel doch noch zu einer Rast, auf großen spitzen Steinen, die einen bösen Riss in Ankes Ganzkörper-Regenumhang hinterlassen. Später sehen wir sogar noch Gemsen und Steinböcke, hören Murmeltiere und laufen ziemlich lange durch ein wunderhübches Kiefernwäldchen. Schließlich endet auch diese Etappe mit Regen – wie sooft bei dieser Tour – und wir erreichen durchnässt und etwas verschlammt die Widdersteinhütte (Österreich) . Mit Anja teile ich mir eine Zweierkabine auf dem Flur, Lisa, Mareike und Judy haben ein Dreierseparé und der Rest teilt sich das Lager mit dem Rest der Hütte. Die Stube ist klein und gemütlich, das Essen sehr gut – nur mit der Bedienung werden wir den ganzen Abend nicht so richtig warm – eine seltsame Person. Von ihr lernen wir auch, dass heißes Teewasser 1,80 Euro kostet, selbstverständlich ohne Teebeutel – wie kann man nur etwas anderes erwarten … Kniffel wird zum "Spiel der Tour 2006", dank der vorausschauenden Britta. Die Nacht wird recht laut und wir einigen uns, künftig in Massenlagern frühere Frühstückszeiten zu haben.

widderstein

Über Nacht fällt Schnee, aber das kann uns nicht aus der Ruhe bringen. Schließlich sind wir vorbildlich ausgerüstet. Der Preis für die umfangreichste Ausrüstung geht an Anja B., die (im August!) sogar an Schal und Handschuhe gedacht hat – ganz nach dem Motto: "Nur nicht Frieren!" Nach einem Expeditionsgruppenbild stapfen wir zunächst durch matschigen Schnee, vorbei an kleinen Wasserfällen und mit vielen Bachüberquerungen hinunter nach Baad – einem malerisch gelegenen Ort am Ende des Kleinwalsertals. Hier war ganz ordentlich Betrieb, vornehmlich mit Seniorenwandergrüppchen auf Asphaltwegen. Die Zivilisation hatte uns aber nicht lange zurück, denn weiter ging es mit einem Aufstieg durch Nadelgehölz zur Ochsenscharte. Das Feld lag wieder ziemlich weit auseinander und eine sehnsüchtig erwartete Alpe war leider nicht bewirtschaftet. Dafür war die Landschaft wieder grandios und nach ein paar Blaubeersnacks und Diskussionen über den gemeingefährlichen Fuchsbandwurm kamen wir schließlich doch noch zu unserem Picknick. Von einem vorbeikommenden Wandersmann wurden wir wieder für unsere Ausdauer und die Länge unserer Etappe gelobt – wie sportlich! Ein aufkommendes Gewitter bewegte uns zum hastigen Aufbrechen; zur Hütte war es aber auch nicht mehr weit. Anderthalb Stunden später kamen wir, begleitet von obligatorischem Regen, an unserem letzten Nachtlager an: der legendären Schwarzwasserhütte (Österreich), in der auch schon Anjas und Ankes Mütter genächtigt hatten. Endlich warme Duschen und einzigartiges Chili. Brittas Bestimmungsbuch für Alpenblumen kommt zu Einsatz, vor allem weil Anja diesmal eine Blumenpresse dabei hat. Mehr davon sehen wir bald an dieser Stelle.

schwarzwasser

Nachts fällt wieder Schnee, was uns aber nicht mehr aus der Ruhe bringen kann. Beim Abstieg rasten wir noch kurz an der Melköde (Käsealpe), halten ein Schwätzchen mit der netten Kemptener Käseverkäuferin und decken uns mit Bergkäse ein, damit der Geschmack der Berge noch ein bisschen länger währt. In strömendem Regen geht es weiter zu einem beeindruckenden Wasserfall und schließlich nach Hirschegg, wo wir in den Bus steigen und mit einem Gruppenticket zurück nach Obersdorf fahren. Dort verabschieden wir uns von Britta, Ulli, Mareike und Lisa – wir anderen fünf essen noch zusammen zu Mittag, dann trennen sich auch unsere Wege.

Danke Euch allen: Nina für die schöne Routenplanung … Britta, Ulli und Mareike, für das intensive Training der Kondition und Wadenmuskulatur … Anke für die musikalische Umrahmung … Anja, für die floralen Erinnerungen … Lisa für die medizinische Beratung … Judy für ihre Gesellschaft in der Nachhut – es war einfach wieder schön mit uns, da kann auch das Wetter nichts dran rütteln.

Und damit auch das nächste Mal wieder alles passt, zum Schluss noch die bewährte Packliste für 2007:

Anja: will Mitglied im Alpenverein werden
Anke: weniger Gepäck
Judy: weniger Gepäck, Regenhaube
Nina: Sonnenbrille nicht vergessen, Regenhaube
Britta: ?
Ulli: ?
Mareike: ?
Lisa: ?
Mel: neue Regenjacke
Alle: Teebeutel einstecken, weniger Brot, ?

Weitere Einfälle können gerne hinzugefügt werden :)

> Melanie

Freitag, 5. August 2005

Wanderung ins Rätikon (5.– 9.08.2005)

Und weil es im letzten Jahr so schön war, beschlossen wir das Frauenwandern fortzusetzen – neben der alten Besetzung Nina, Anja, Anke, Britta, Ulli, Mareike und ich, konnten wir noch zwei weitere Wanderfrauen dazugewinnen: Lisa und Juliane! So machten wir uns also Anfang August auf in Richtung Dreiländereck "Österreich/Schweiz/Lichtenstein".

Anja, Anke und ich kamen von Wiesbaden, Nina stieg in Stuttgart zu und am Ulmer Bahnhof wurden wir bereits mit Butterbrezeln von Anjas Mama versorgt. Die anderen fünf sollten mit dem Auto zum Treffpunkt Talstation "Golmer Bahn" kommen. Aber leider verpassten wir uns am Treffpunkt, da die Bahn erst ab der Mittelstation fuhr. Per Handy war keiner zu erreichen – das fängt ja gut an! Darum fuhren wir zu viert – samt Rucksäcken und Pfandflaschen – per Anhalter in Richtung Tschagguns, um es an der Mittelstation zu versuchen. Wie nett die Jeep-Fahrerin doch zu uns Chaoten war. Kaum aus dem Auto gesprungen konnten wir gerade noch den Bus anhalten, der zur Gondelstation oberhalb des Stausees fuhr – noch mal Glück gehabt! Da warteteten auch auch schon die anderen auf uns und wir konnten hochgondeln. Noch eine halbe Stunde Fußmarsch leicht bergab und wir hatten die Lindauer Hütte (Österreich) erreicht; sehr schön gelegen und mit kleinem Alpenblumengarten. Bei dieser Tour wurde auch der Wunsch nach einem Bestimmungsbuch größer, der sich erst später erfüllen sollte. Das Lager teilten wir an diesem Abend mit 3 Männern, mit denen wir vorher noch Döner-Quartett spielten.

lindauer

Am nächsten Morgen starteten wir bei kaltem, schlechtem Wetter unseren Weg durch ein Wäldchen aus Latschenkiefern und Kuhfladen hinauf zum Drusentor (2342m). In einer maroden Schutzhütte kurz vorm Gipfel machten wir Pause, und um uns und unser Essen vor dem eisigen Wind und Regentropfen zu schützen, stellten wir "die Tür vor die Tür". Kurz danach erreichten wir das Dusentor und schließlich auch die Garschinahütte (Schweiz), die uns sogar doch noch mit ein wenig Sonnenschein begrüßte: ein sehr gemütliches Haus, mit Holzofen und leckerem Essen (Elbler-Nüdeli mit Apfelmus und einer Riesenschüssel Salat) – aber auch einem eiskalten Bad und Plumsklo. Anja, Ulli und ich brachten Juliane das Doppelkopfspielen ansatzweise bei und wir hatten einen schönen Abend mit kannenweise Tee. Unvergessen für Nina und Anke auch der schicke, blonde Naturbursche, der uns am Tag darauf vorm Weitergehen im Tiefschnee bewahren sollte. In der Nacht begann es nämlich ordentlich zu schneien…

garschina

… und am nächsten Morgen ging es auch gerade so weiter. Darum war es uns leider nicht möglich, unsere Tour in der Höhe fortzusetzen und wir mussten leider ins Tal hinabsteigen. Begleitet von Schneeregen über Nieselregen bishin zum Dauerregen erreichten wir das idyllische St. Antönien, wo wir zunächst an einer Bushaltestelle unterstehen und uns dann entschließen, zum Trocknen das Hotel "Rätia" aufzusuchen. Dorthin bekommt Mareike auch ihre auf der Garschina-Hütte vergessene Hose vom Naturburschen nachgetragen (die legendäre Mareikehose, wie konnte sie die nur in den Bergen vergessen?) – welch schöne Geste! Da nicht alle etwas im Hotel "Rätia "konsumieren wollen, gehen einige in Abständen raus, um die reichlichen Vorräte aus den Rucksäcken zu verspeisen. Dabei lernt die kontaktfreudige Anke eine Reisegruppe an einer Bushaltestelle kennen, an die wir sie beinahe verloren hätten. Nach einiger Trockenzeit nehmen wir schließlich den Bus zum Bahnhof uns fahren von da aus in den Schweizer Weinort Malans. Auf der Strecke verabschieden wir Lisa, die die Tour schon früher beendet, da sie kurz darauf in ihr Auslandssemester nach Mexiko startet. In Malans angekommen, haben wir als Übernachtungsmöglichkeit die Wahl zwischen einem Hotel oder einem Biobauernhof, der angeblich "Schlafen im Stroh" anbietet. Die Entscheidung lag auf der Hand und wir suchten den Bauerhof auf. Stroh war zwar keines mehr zu sehen, da sich die Geschäftsidee wohl nicht so richtig bewährt hatte, aber wir bekamen ein Lager in einem Stall auf Luftmatrazen – holzgetäfelt und mit großen Luftspalten. In der daneben liegnden Scheune fand sich so allerlei altes Gerät, eine Kutsche, ausgestopfte Vögel und Kuhglocken und vor allem waren überall Katzen. In der Abendsonne, die durch die zerbrochenen Scheiben hereinscheint – ach wie romantisch – machen wir uns ein schönes Abendmahl. Später kommen auch Petroleumlampen und Decken zum Einsatz: Langzeitbelichtungen, Singen, Volleyballspielen – eine unwirkliche aber schöne Atmosphäre! Darauf folgte die (zumindest für mich) kälteste Nacht unseres Lebens. Es zog ganz furchtbar durch die Ritzen und selbst zwei Lagen Decken bringen nichts. Durch Wärmflaschen und Toilettengänge mit "gegenseitig Wärmen" bekommen wir die Nacht einigermaßen hinter uns – sogar ohne Katzenbesuch.

malans

Am nächsten Tag war es nach großem Geschrei plötzlich ganz leise – und die Bioschweine waren nicht mehr da. Dieses Erlebnis der besonderen Art kostete schließlich jeden 10 Fränkli und so hat sich auch der ärgerliche Abstieg schlussendlich doch gelohnt. Bei Anja waren wegen der Kälte alle Überredungskünste nötig, sie zum Weiterwandern zu bewegen, aber wir haben es geschafft und fuhren gemeinsam in der Seilbahn mit Gepäckaufbewahrung, die wir am Abend vorher telefonisch reserviert haben wieder auf eine schöne Ausgangshöhe. Vorbei an Pferden und einem Hof mit Milchpipeline (daher kein Käsekauf möglich) haben wir schon von weitem einen tollen Blick auf einen Tunnel durch den Fels, durch den auch wir laufen müssen. Unser Weg führt steil hoch zum Barthümmeljoch (2309 m) – ein Pfeil zeigt uns die Richtung, vorbei an Murmeltieren – wo wir erst mal ein kleines Picknick machen. Dann wir es immer matschiger,bald liegt auch Schnee und wir treffen eine Familie mit völlig falscher Ausrüstung. Die Landschaft ist traumhaft: ein paar gelbe Blümchen schauen durch die Schneedecke und unweit von uns steht eine Herde Steinböcke. Kurz darauf erreichen wir unser nächstes und für die meisten auch letztes Ziel, die Pfälzer Hütte (Lichtenstein). Ein gemütlicher Gastraum mit Kachelofen und tollem Essen erwartet uns – und wir schmieden schon voller Übereifer Pläne fürs nächste Jahr. Eine Packliste stellt Nina auch zusammen, mit Wünschen der einzelnen fürs nächste Jahr:

Mel: Stöcke
Juliane: Schuhe
Anja: Rucksack und Handcreme
Ulli: regenhose, keine Müsliriegel
Mareike: keine dünne Salami
Anke: Liederbuch
Britta: Tier und Pflanzenbuch
Nina: Schuhe

pfaelzer

Nach einer Nacht in Stockbetten und letzten Gruppenfotos uns Porträts trennen wir uns in unterschiedliche Richtungen. Ulli und Juliane steigen über den Nenzinger Himmel ins Tal ab. Anja und ich wandern ebenfalls hinunter nach Malbun, von wo aus wir mit dem Bus nach Vaduz und schließlich mit dem Zug heim nach Wiesbaden fahren. Nina, Anke, Mareike und Britta dagegen hingen noch zwei Tage hintendran und machten sich bei Bomenwetter auf in Richtung Schesaplana-Hütte mit Zwischenstopp und Picknick an einem Wasserfall. Von der Hütte aus zogen sie nochmal los zu einer Käsealpe. Anke findet einen Teddy, den sie nicht wieder los wird. Die Hütte war schön, aber laut Erzählungen voller alter schnarchender Männer.

schesaplana

Am nächsten Morgen ging die Tour weiter mit einer Ehrenrunde vorbei an einer hohen Felswand (verrückte Kletterer), die Wege sind voll, es sind viele Wanderer unterwegs. Am Schweizer Tor (2139 m) kommt es zu einer unverhofften und nicht ganz ungefährlichen Kletterpartie (laut Ankes spektakuläen Erzählungen "kein vor und kein zurück mehr"), aber Nina behält einen kühlen Kopf und befördert Rucksäcke für zwei hinüber. Vorbei an einem Almabtrieb laufen die vier eine dreiviertel Stund entlang des Lüner Sees bishin zur Douglashütte.

douglass

Der letzte Weg führte über den Böse-Tritt-Steig, danach ging es auch für die lezten vier Wandersfrauen mit dem Bus nach Bludenz und zurück in die Zivilisation. Ein Nachtreffen auf der Trescherhöhe im Schwarzwald war schon beschlossen, bei dem wir dann zusammen Bilder anschauen wollten…

> Melanie

Donnerstag, 29. Juli 2004

Wanderung vom 25. – 29.07.2004 im Lechquellengebirge

Der Treffpunkt unserer ersten Frauenwanderung war der Bahnhof in Bludenz/Österreich, direkt gegenüber von Milka. Nina, Anja, Anke und ich kennen uns vom gemeinsamen Studium in Wiesbaden; Britta, Ulli und Mareike studieren zusammen in Freiburg – Anknüpfungspunkt war die Freundschaft von Nina und Britta, die schon zweimal davor begeistert Wandern waren und nun mehr Mädels mit dabei haben wollten. Mit Passbildern ausgerüstet haben wir uns schon im Zug gesucht und gefunden:)

In mehreren Autofuhren ging es zur Talstation der Muttersbergseilbahn – nachdem Anja, Nina und Anke ihr Klettergeschirr vom Klettersteig am Vortag in Anjas Punto verstaut hatten – und schließlich hoch auf 1400m zur Bergstation. Von dort erreichten wir nach den ersten 300 Höhenmetern unser erstes Schlafquartier, die Frassenhütte (1???m). Bis auf ein paar Männer waren wir alleine in der Hütte und genossen ein gutes Abendessen und einen wunderschönen Sonnenuntergang – wenn es auch ziemlich frisch war und wir uns wärmen mussten, mit "Strümpfen bis unter den Bauchnabel ziehen".

frassen

Am nächsten Morgen führte uns der Weg leicht bergab durch einen Wald wie aus dem Märchenbuch, vorbei an Tannen und den Sieben Zwergen bis zum Tiefenseesattel (1562m). Dann nach kurzer Rast in einer Käsealpe hoch zur Gamsfreiheit, vorbei an vielen Kühen und Kuhfladen. Etliche Fotos weiter erreichten wir schließlich das zugige Gipfelkreuz (2211m) und verewigten uns auch stolz im Gilpelbuch. Dann ging es wieder bergab und wir machten auch das erste Mal Rast. Das Speisenangebot sollte sich von Tour zu Tour noch steigern. Weiter ging es bergab und nach einem kurzen Verlust von Anke und Mareike legten wir nochmals eine Rast an der "Staubsaugerhütte" ein (das erste Mal kommen auch die legendären Köllnflocken-Haferkekse zum Einsatz). Mit Erschrecken stellen wir fest, dass wir zu unserer Zielhütte noch etwa 3 1/2 Stunden Gehzeit vor uns haben. Zunächst geht es wieder steil nach oben auf den Grat, über Geröll- und Schneefelder und dann wieder hinab, am Formarinsee entlang. Nun wurde es wieder grüner und zu den niedrigen Temperaturen kam auch noch Regen hinzu. Schon eine Stunde vor Ankunft, können wir die Freiburger Hütte (1918m) sehen. Erschöft und durchnässt kommen wir schließlich nach 9 1/2 Stunden an und werden schon von den Männern der lezten Hütte vermisst. An diesem Abend verspeisen wir zu sechst 8 Portionen Schinkennüdeli, Anja ißt Rekordportionen – Uli liegt mit Fieber im Bettenlager, da ihre noch nicht ganz auskurierte Erkältung zurückgekehrt ist. In dieser Nacht liegen wir in einem Durchgangszimmer, mit einer kotzenden Frau, die Britta den Schlaf kostet und Mountainbikern, die die Luft um uns herum verpesten.

freiburger

Am nächsten Morgen komme ich die Treppen nicht mehr hoch und nicht mehr runter – die Knie machen mir nach der Gewalttour mächtig zu schaffen, der folgende Tag wird eher locker. Uli müssen wir kurz nach dem Formarinsee leider an einer Bushaltestelle zurücklassen – sie muss die Wanderung leider abbrechen, verspricht aber das nächste Mal wieder dabei zu sein. Weiter geht es an einem Bach entlang, über Brücken und einem Picknick in der Sonne. Nachdem wir eine Kuh "eingefangen" und umgeleitet haben, kommen wir wieder an einer Käsealpe (Formarinalpe) vorbei und stärken uns zwischen Hühnern und Katzen mit frischer Milch. Auf den letzten Metern einer sehr erholsamen, flachen Etappe, geht es vorbei am Spullersee aufwärts zur Ravensburger Hütte (1947m) – im Lager schlafen wir wie die Ölsardinen.

ravensburger

Am darauffolgenden Tag wandern wir, zunächst am Fahrweg entlang (Schattenbild), durch eine specktakuläre Schlucht hinunter ins Tal. Nach einigen Portraits und Gruppenbildern in Blumenfeldern erreichen wir schließlich Klösterle. Das Wetter ist prächtig, wir picknicken und laufen dann mit der Sonne an einem Bach entlang nach Langen. Nach einem Irrweg auf Hauptverkehrsstraße, Bahnhof und Baustellen und einem Abstecher in der Touri-Info Langen finden wir endlich den Aufstieg zu unserer nächsten Hütte. Satte 1000 Höhenmeter geht es nach oben: Fotos … Alpe, Wasserfälle … Fotos … Gräser, ähnlich Teepflanzen (so könnte Sri Lanka sein :)) … Fotos … großer Wasserfall in der Ferne … Heidekraut bishin zur Pferdewiese. Hier machen wir kurz vor Ankunft in der Kaltenberghütte (2089m) noch mal so richtig schön Pause in der Sonne mit Backpflaumen von Anke. Um uns herum lauter Pferde – voneweg Anja mit Pferdeangst und Sonnenstich. Ein Traum von Hütte und Abendessen: Blumenkohlsuppe aus Suppenschüssel, Rehbraten mit Klösen und Birne Helene – das ist ein Abschiedsessen. Am Ende gibt es einen Schnaps für Melanie, der ihr heute noch vorgehalten wird, gell Nina :)
Mit einem phänomenalen Sonnenuntergang, vor einer Kulisse aus Pferden und Bergsee endet der letzte Abend.

kaltenberg

Am letzten Tag steigen wir nach Flechtfrisuren und Katzenverabschiedung parallel zum Berg leicht ab, machen die letzten Kuhfotos als Bildschirmhintergrund und nehmen Kuhgebimmel auf Anjas Handy auf, die Erinnerung muss ja schließlich für ein Jahr reichen! Vorbei an einem Skilift laufen wir einen Wiesen-Ziehweg ins Tal, graben für Anjas Mama Bergmargariten aus und kommen nach dem Passieren einer Zwiebelturm-Kirch schließlich an eine Bushaltestelle. Mit dem Bus gehts zum Bahnhof Langen. Nah einem letzten Picknick auf dem Bahngleis verabschieden wir uns von Britta und Mareike, die zurück nach Freiburg fahren. Am Ende von 5 wunderbaren Tagen sind wir uns alle einig – das war erst der Auftakt!

Nina, Anja, Anke und ich lassen uns in Bludenz den Milka-Fabikverkauf nicht entgehen und starten dann unsere Fahrt in Anjas Auto in Richtung Ulm. Hier verbingen wir noch einen Tag und besteigen auch unseren letzten Gipfel – das Ulmer Münster (161,53m). Schön war's!

> Melanie

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